Bauen trotz Kosten und Risiko: So gelingt die Planung
Die Schlagzeilen über leichtes Wachstum in der Baubranche erreichen Privatleute selten. Wer 2026 sanieren oder bauen will, prallt auf harte Realität: Die KfW beziffert Baukosten für Einfamilienhäuser zwischen 1.800 und 4.500 Euro pro m2. Eine grobe Spanne, die wenig Klarheit bringt: Wer mit 1.800,- kalkuliert und bei 4.500,- landet, hat ein Budget- und Planungsproblem. Energetische Sanierungen und Bestandsrenovierungen bergen ähnliche Risiken, verstärkt durch volatile Politik, steigende Kosten und vielfache Auflagen.
Viele Bauehrren warten daher ab, doch kluge Planung zahlt sich jetzt aus: Die Marktlage stabilisiert sich, und neue staatliche Impulse könnten den Startschuss geben. Im Interview analysieren Yvonne (YG) und Lars Gneuß (LG) die Lage – und zeigen, wie sich Neubau und Sanierung sicher und hochwertig realisieren lassen: vom Eigenheim übers Mehrfamilienhaus bis zur Luxusvilla, ebenso wie ein Sanierungsobjekt, das neues Leben verdient.
Hand aufs Herz: Warum zögern Privatleute aktuell so massiv – welche Sorgen nehmt Ihr wahr?
YG: „Wir verstehen das absolut. Wenn man heute die Zeitung aufschlägt, im Internet ist oder sich im Bekanntenkreis umhört, regiert oft die Unsicherheit. Die Leute haben drei große Knoten im Kopf: Erstens die Angst vor der Kostenexplosion. Viele haben Sorge, dass aus den kalkulierten 1.800 Euro am Ende eben doch 4.500 Euro werden.
Zweitens ist das Thema Sanierung mittlerweile ein echter Paragrafen-Dschungel. Zwischen Heizungsgesetz, neuen KfW-Standards und den Mühlen der Bauämter fühlen sich viele allein gelassen. Man fragt sich: ‚Bekommt mein Architekt das überhaupt alles unter einen Hut? Oder verrennen wir uns in Auflagen, die am Ende niemand mehr bezahlen kann?
Und drittens geht es um Vertrauen. Ein Hausbau oder eine Kernsanierung ist die größte Investition des Lebens. Da will man niemanden, der ‚sein Ding‘ durchzieht, sondern jemanden, der wirklich zuhört und versteht, wie die Familie darin leben möchte. Wir hören oft: ‚Wird das am Ende wirklich mein Zuhause oder ein Denkmal für den Architekten?‘ Diese Skepsis ist gesund – und genau da setzen wir mit unserer Planungssicherheit an.“
Wie bleiben Kosten überschaubar, ohne dass Qualität verloren geht? Schließt sich das nicht eigentlich aus?
LG:„Nein, denn Qualität entsteht vor allem durch kluge Entscheidungen. Wir sagen oft: Es braucht kein ‚Premium‘, um Exzellenz zu erreichen, Beispiel: Wir lieben echte Holzböden und natürliche Oberflächen, weil sie Charakter haben und altern dürfen. Aber es muss nicht das exotische Luxusparkett sein. Wir schlagen Materialien, oder Farben, Putze und Ausstattungen vor, die hochwertig sind, aber das Budget halten. Auf Wunsch filtern wir den Markt für unsere Kunden vor.“
YG: „Auch mal Standards bei unseren Kunden zu hinterfragen, hilft enorm: Muss es wirklich das hochkomplexe Smart-Home mit sensorgesteuerter Verschattungstechnologie sein? Oder können wir das Haus so ausrichten, dass ein strategisch gepflanzter Baum im Garten im Sommer den natürlichen Schatten spendet? Letzteres ist günstiger und steigert die Lebensqualität. Unser Motto ist oft: Lieber ein bisschen kleiner, dafür feiner. Wir investieren stattdessen in die Substanz und das Raumgefühl als in Technik, die in zehn Jahren veraltet ist.“
LG: „...genau, und deshalb setzten wir bewusst keine Trends. Unser Ansatz ist Zeitlosigkeit: Gebäude, die Kunden lange schön finden und die nicht irgendwelchen Strömungen unterliegen. Modische Einflüsse lassen wir nur dort zu, wo sie sich später mit geringem Aufwand ändern lassen.“
Auch Instandsetzung oder Renovierung von Bestand gilt als unberechenbar. Wie gelingt es trotzdem?
YG: „Im Bestand liegt die Schönheit oft im Verborgenen. Deshalb suchen wir mit den Auftraggebern nach den Elementen, die es wert sind, erhalten zu werden – sei es ein altes Sichtmauerwerk, ein verdeckter Holzboden oder ein besonderer Dachstuhl. Auf diese Weise lässt sich der Charme des Alten erhalten und mit zeitgemäßen Materialen kombinieren. Das spart mitunter Abriss- sowie Neubaukosten und macht aus einem Haus etwas Einzigartiges.
Das führt direkt zu unserer Auffassung von Nachhaltigkeit. Es geht nicht nur darum, Auflagen zu erfüllen oder bestimmte ökologische Werkstoffe zu verbauen. Es geht auch um eine ‚langlebige Zufriedenheit‘ unserer Kunden.“
Es ist für Interessenten schwierig sich zu entscheiden. Sie fürchten z.B., dass Architekten „nur ihr eigenes Ding“ durchziehen. Wie geht Ihr damit um?
YG: „Das verstehen wir gut – immerhin ist es ihr Zuhause und ihre größte Investition. Deshalb hören wir erst mal nur zu: Was sind die Bedürfnisse, wie wollen die Leute leben und arbeiten, was ist ihnen wichtig? Aus diesen Vorgaben und Ideen entwickeln wir ein Konzept, das wir in 3D visualisieren. So gewinnen Kunden schon in der ersten Phase eine klare Vorstellung von Licht, Raumgefühl und Proportionen. Das gibt ihnen die nötige Sicherheit für jede Entscheidung.
Dabei sind unsere digitalen Werkzeuge, von CAD bis zur Bauüberwachung, der Garant für Präzision. Sie ermöglichen uns eine lückenlose Kosten- und Terminkontrolle von der ersten Skizze bis zur Schlüsselübergabe. Wir verstehen uns als Partner, die ein Bauprojekt sicher ans Ziel führen – damit unsere Auftraggeber sich in jeder Phase gut aufgehoben fühlen. Und dabei wollen wir uns nicht selbstverwirklichen, sondern den Traum unserer Kunden realisieren.“
Wie weit begleitet Ihr Bauherren eigentlich? Wie handhabt ihr das Verhältnis zwischen kreativer Planung und der harten Arbeit auf der Baustelle?
YG: „Grundsätzlich bieten wir das volle Spektrum von der ersten Idee bis zur Fertigstellung an (LP 1–8). Wir merken, dass es vielen Bauherren Sicherheit gibt, wenn alles in einer Hand bleibt. Sie können sich bei uns im wahrsten Sinne des Wortes ‚fallen lassen‘. Unsere Philosophie ist dabei: Wir investieren am Anfang viel Zeit in eine hochpräzise und kreative Entwurfsphase. Das erleichtert die späteren Schritte und sorgt für einen reibungslosen Ablauf.
Gleichzeitig wissen wir, dass jeder Kunde andere Bedürfnisse hat. Deshalb sind wir absolut flexibel: Wenn jemand zum Beispiel ein exzellentes, genehmigungsfähiges Konzept sucht, um danach mit eigenen Partnern weiterzuarbeiten, ist auch eine Beauftragung bis zur Leistungsphase 4 jederzeit möglich. Uns ist wichtig, dass die Architektur zu den Lebensumständen der Kunden passt – das gilt für das Design genauso wie für den Umfang unserer Zusammenarbeit.“
Mancher scheut die Investition. Bietet Ihr für die Orientierungsphase ein spezielles Einstiegsmodell an?
YG:„Ja, genau dafür haben wir den StartPlan entwickelt. Ein kompaktes Modul für alle, die erst mal Orientierung suchen – ohne sich sofort für ein Gesamtprojekt zu verpflichten. Wir liefern konkrete Grundrissideen, erste Visualisierungen oder eine ehrliche Einschätzung des Vorhabens. Finanziell überschaubar, aber mit echtem Ergebnis. Viele Kunden wissen danach zum ersten Mal wirklich, woran sie sind. Außerdem können wir uns gegenseitig kennenlernen und schauen, ob die Chemie stimmt. Daraus ergibt sich oft dann der Auftrag für ein großes gemeinsames Projekt.“
Ob konkretes Neubauprojekt oder erste Orientierung mit dem StartPlan – am Anfang steht immer ein persönliches Gespräch. Schreiben Sie uns oder rufen Sie direkt an.
Ein wichtiger Impuls für Ihre Planung: Seit März 2026 sind die neuen KfW-Konditionen für Sanierung mit Zinssätzen ab 1 % aktiv. Da diese Mittel befristet sind, lohnt es sich, die Planung zügig anzugehen, um sich diese Vorteile rechtzeitig zu sichern. Weitere Infos in der Pressemitteilung der KfW
Die Fragen stellte Ute Latzke, Autorin und Brand-Strategin für Architektur und Design.

